Gedanken zu meiner Malerei


 

Meine Bilder sind inspiriert durch die Begeisterung

 

am Umgang mit Farben und Materialien,

an der Begegnung und Nutzung unterschiedlicher Techniken,

an den vielfältigen Kombinationsmöglichkeiten dieser Komponenten

und der Lust auf einen Schaffens- und Entstehungsprozess …

 

Der Prozess der Entstehung eines Bildes gleicht dem Prozess des Lebens.

Es ist ein Mitschwingen, wie im Leben auch. Strukturen schaffen, sich auf Gegebenes einlassen, mit Veränderungen und Unwägbarkeiten im Leben - so auch auf dem Bildgrund - mitgehen und dadurch Neues ermöglichen. Dem Verlauf der Entwicklung folgen.

 

Dabei fungiert jedes Bild als Spiegel einer dem Betrachter eigenen Wirklichkeit. Es macht Lebensspuren fühlbar, weckt Erinnerungen, stößt an, fordert zur Auseinandersetzung und Weiterentwicklung auf, gibt Halt und begleitet durch eine Lebensphase, weckt folglich ein Gefühl - so meine Hoffnung - das nicht in Worte gekleidet werden muss.

 

Es gibt keine Skizzen oder bewusste Vorstellungen vom fertigen Bild. Stattdessen tauche ich ein in einen

Schaffensprozess, der mit einer Farbwahl oder dem Auftragen unterschiedlicher Materialien, wie Sumpfkalk, Marmormehl oder Haftputzgips beginnt. Dann gehe ich in den Dialog mit dem sichtbar gewordenen, greife zu Sand, Kreiden, Pigmenten, Beizen, Tuschen, Kohle - zu dem, was mein Inneres erspürt. Es wird aufgetragen, abgetragen, gekratzt und vermalt,verändert, weiter und neu gestaltet – in diesem Dialog schwinge ich mit dem, was sich herauskristallisiert mit und lasse mich ein - solange bis innere Ruhe einkehrt.